Wie stellt man den Vergaser richtig ein?
Grundsätzlich hat jeder Vergaser zwei Düsennadeln, manche auch drei. Eine, meist die größte, ist die Hauptdüsennadel (A).
Sie reguliert den maximalen Spritdurchfluß durch den Vergaser. Die zweite Nadel (B) ist für das Gemisch im Standgas und im
Übergang vom Standgas ins Vollgas zuständig. Bei Rex, Nova und Top Motoren ist diese manchmal zweigeteilt.
Dies ermöglicht das Einstellen von beiden Vergaserseiten. Beide Seiten haben aber Grundsätzlich die selbe Funktion.
Je weiter die Nadel B1 in Gegenkonus B2 verschwindet, desto weniger Sprit geht durch. Das macht man sich nun beim Öffnen
des Vergasers zu nutzte, der sogenannte Übergang. Ihr seht nun, daß es relativ egal ist , welche Seite man beim
Einstellen bewegt, aber Achtung! Nadel B2 verringert Euch den Vergaser-Querschnitt.
Die dritte Schraube, meist seitlich zum Schieber gelegen, ist für den Luftdurchlaß in geschlossener Position (Standgas C)
zuständig. Sie reguliert grundsätzlich die Höhe des Standgases.


Grundregeln des Einstellens:
Ein eingelaufener Motor soll möglichst hoch drehen, dabei aber stets blau aus dem Auspuff rauchen. Dreht der Motor nicht hoch
genug, dann schraube vorsichtig die Hauptdüsennadel A im Uhrzeigersinn hinein. Du wirst bemerken, daß die Drehzahl steigt.
Sollte die Drehzahl während dieses Vorganges stark abfallen (zusammenbrechen), ist der Motor zu mager !!!!!
(Vollgasnadel wieder aufdrehen).
Faustregel
Stelle den Motor auf maximale Drehzahl ein und dann die Vollgasnadel wieder ca. 1/8 heraus.
Läuft der Motor im Vollgas kannst Du mit dem Einstellen im Leerlauf beginnen. Man läßt den Gasknüppel der Fernsteuerung los,
daß sich der Vergaser schließt.
Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:
Der Motor stirbt sofort ab. > Standgas-Luftschraube C weiter hineindrehen.
Der Motordrehzahl wird immer niedriger bis er steht.>Motor im Standgas zu fett>Leerlaufgemischschraube (B) hineinschrauben.
Der Motor läuft nach (geht sehr langsam mit der Drehzahl ins Standgas zurück)>Motor im Standgas zu mager>
Leerlaufgemischschraube (B) herausdrehen.
All diese Beschreibungen sind Idealwerte und nur bei einem neuen, bzw. intakten Motor zu erwarten. Bei älteren Motoren mit
wenig Kompression oder Lagerspiel, bedarf es viel Gefühl und Erfahrung.
Oft läßt sie so ein Motor aber überhaupt nicht mehr einstellen.
Weiter Fehlerquellen:
Motor springt nicht an
> a) kein Sprit im Tank
> b) Zündkerze defekt
> c) Benzinleitung oder Vergaser verschmutzt
> d) Motor zu heiß.
Motor stirbt beim Bremsen ab
> a)Kupplung kontrollieren. (Räder sollten sich im Standgas auf der Startbox nicht oder sehr wenig drehen
> b) Standgas zu niedrig.
Motor beschleunigt anfangs sehr träge, erreicht aber maximale Drehzahl
> a) Kupplung (Feder defekt, Kupplungslager verrieben)
> b) Motor zu fett (Standgas)
> c) Auspuff (Resonanzlänge) zu kurz.
Hier mal zum besseren Verständnis und zur Übersicht das Innenleben eines Verbrennermotors in der Seitenansicht:







